Lexicon LARES

Der Wohlklang eines klassischen Konzertes hängt in hohem Maße von der Diffusität der Schallreflexionen der jeweiligen Lokalität ab. Der Wiener Musikvereinssaal wird z. B. oft als weltbestes Klassikauditorium bezeichnet. In großen Hallen oder im Freien fehlen solche Reflexionen allerdings praktisch gänzlich. Um diesem Problem zu begegnen, beschreitet Sound Art Service einen völlig neuen Weg: mit dem Einsatz von LARES, einem Produkt des amerikanischen Herstellers LEXICON.

LARES (= Lexicon Acoustic Reinforcement and Enhancement System) ist ein patentiertes System, das elektronisch ein akustisches Umfeld erzeugt. Stellen Sie sich vor, Sie sehen einen 10 Quadratmeter großen Raum und hören den Wiener Musikvereinssaal! Verändern Sie nur einige Parameter, betreten Sie akustisch den Stephansdom.

Bisher wurde das LARES-System als Fixinstallation in Konzertsälen verwendet, um die Akustik dem künstlerischen Programm entsprechend verändern zu können. Sound Art Service installierte das System erstmals open air anläßlich der Festwocheneröffnung 1995 am Wiener Rathausplatz. Es spielten die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Zubin Mehta. Für das Orchester mußte ein akustisches Feld erzeugt werden, das den Musikern ermöglichte, sowohl einander als auch gleichzeitig die Reflexionen und den Hall des "Saales" gleichermaßen gut zu hören, wie sie es gewohnt sind - ein für die künstlerische Leistung wichtiger Aspekt. Weiters mußte eine Saalakustik durch frühe und späte Reflexionen simuliert werden, die ähnlich hohe Pegel besitzen sollten wie die des gleichzeitig eingesetzten PA-Hauptsystems.

Zur Speisung von zwei unabhängigen LARES-Prozessoren wurden vier Schoeps-Mikrofone mit Nierencharakteristik über das Orchester gehängt. Der erste Prozessor erzeugte frühe Reflexionen über 12 Stk. Meyer Sound UPM-1 Lautsprecher, die, über dem Orchester montiert, eine akustisch gleichmäßige und "lautere" Bühne gewährleisteten. Das Signal des ersten Prozessors wurde auch den PA-Lautsprechereinheiten zugeführt. Der zweite Prozessor generierte diffuse, späte Reflexionen und Hall, wiedergegeben von insgesamt 24 Lautsprechern, die in ca. 10 Meter Höhe auf Lichtmasten halbkreisförmig hinter dem Publikum installiert waren. Der Zuhörer kam somit unter freiem Himmel in den Genuß von Seitenreflexionen und Raumklang eines geschlossenen Konzertsaales. Die Festwocheneröffnung 1995 wurde ob ihrer künstlerischen und technischen Qualität allseits gelobt.

LARES open air zu verwenden war ein gelungenes Experiment von Sound Art Service und war damit Wegbereiter für weiter Anwender. So entdeckte der bekannte Experimentalmusiker Wolfgang Mitterer die Möglichkeiten von LARES für die Umsetzung seiner außergewöhnlichen Musikperformances. Die Operettenfestspiele Mörbisch und das Sommerkino am Wiener Rathausplatz sind ebenfalls dadurch zum Anwender geworden.

Sound Art Service ist Anbieter eines mobilen LARES -Systems und stellt neben der Technik auch umfassendes Know How zur Verfügung.

Weitere Informationen über Lexicon Lares finden Sie unter:
www.lares-lexicon.com